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Bootshalle

Die Bootshalle des Museums liegt ganz hinten im Erdgeschoss. Sie hat einen inneren Bereich mit einer Sitzgruppe und einer kleinen Ausstellung über Bootsbau. Besonders sehenswert ist der obere, nicht beheizte Bereich, in denen sich unsere Holzboote ausgesprochen wohl fühlen. 
 
Hier sind mehrere einfache Boote aus dem 19. Jhd. zu besichtigen. Der flache Kahn ("Ekan") war einst das gebräuchlichste Allround-Boot, und fast alle Haushalte an der Küste und an den Fjorden besaβen diesen Bootstyp. Der schmale Kahn ("Snipan") wurde meist zum Fischen für den Hausgebrauch verwendet und entweder gerudert oder gesegelt. Sowohl Bug als auch Heck laufen spitz zu. Eine Julle ist ein kräftigeres Boot mit Achterspiegel, das sich gut und sicher segeln lässt. Daher war es ein beliebtes Gebrauchsboot, das zum Fischen für den Hausgebrauch mit Leinen, Schellfisch- und Hummerkäfigen benutzt wurde. 

Um die letzte Hundertwende herum konnten es sich immer mehr Menschen finanziell und zeitmäβig leisten, sich Boote zum Vergnügen anzuschaffen. Die Kostern Nymf wurde um 1890 vom legendären Carl Stjern auf der Insel Galtö gebaut. Dieses Boot war auf vielen Regatten und sommerlichen Segeltörns in Bohuslän unterwegs. 

Die Långedragsjulle Ebba vom Typ J 10 wurde 1943 von Johannes Olssons Bootswerft in Kungsviken auf Orust gebaut. Ebenso wie die Kostern Nympf war auch die Långedragsjulle ein beliebtes Regatten- und Familienboot. Ebbas letzte Besitzerin war Margareta Donnér. Besagte Margareta erbte von ihrer Tante ein Klavier, konnte allerdings nicht Klavier spielen. Da sie hingegen eine Vorliebe fürs Segeln hatte, verkaufte sie das Klavier und kaufte sich eine J 10. Auch mit der Motorsnipa Lisen, dem Campingboot Aje und der Optimistjolle 8875 kann man in der Bootshalle Bekanntschaft schlieβen. 
 
 

Adress: BOHUSLÄNS MUSEUM, Box 403, 451 19 Uddevalla
Besöksadress: Museigatan 1, Uddevalla >
Tel: 0522-65 65 00 Fax: 0522-65 65 05
bohuslansmuseum@vgregion.se

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